Glitzer auf die Karte

Heute hat mich ein online Artikel, über den ich auf Facebook gestolpert bin, sowas von aufgeregt, dass ich dazu Stellung nehmen musste:

Schrecklich.
Für mich fangen sie schon hier an – grundlegende Probleme der Gesellschaft. Ich sage das nicht nur, weil ich selbst betroffen bin, sondern, weil das meine Einstellung, mein Charakter, meine Meinung ist. Viele da draußen sehen Menschen mit MS einfach nur als „Schwer – & unheilbar krank“ an. Punkt. BOOM. Schrecklich. Ja – bockt übertrieben nicht, aber jeder Lebensweg fängt erstmal mit der Polung im Kopf an.

Ich muss sagen, ich kenne wenige Menschen auf der Welt, die so extrem viel lachen wie ich. Das war bei mir schon immer so. Laaaange vor der Diagnose. Schon als Baby fiel das auf. Anscheinend nervt meine fröhliche Art sogar einige da draußen 😂 Wie oft ich schon erklären musste, warum ich so fröhlich bin. 😂

Ähhhhh?! Stempel. „Das ist doch nur Fassade!“. Stempel.
Chronisch krank = WEINE AB JETZT DEN GANZEN TAG UND SEI DEPRESSIV?! Furchtbar. Das ist meine Art. Fertig. Für mich ist das der Normalzustand.


Klar, das hier kommt von der BILD, aber es is überall derselbe Käse. „Fröhlich TROTZ chronischer Krankheit.“ …… „OBWOHL….“….“Respekt!“

Für mich geht das eher mit einer Diskriminierung einher. Mein Leben wird ja dadurch abgewertet?! Haha?! Hallo? Mein Leben bockt total! 😂
Ganz ehrlich, der eine hat Akne, der andere hat augenscheinlich erstmal gar nichts, beschwert sich aber am laufenden Band und der andere hat leider MS bekommen. Bleibt scheiße, klar, aber jeder hat es wirklich selbst in der Hand. Ich fände ja Aufklärungen über die Krankheit sinnvoller, als zum 1000. mal kack „angeteaste Mitleidstouren“ oder das Gerede darüber, „ob das Leben dann noch lebenswert ist“.


MS ist absolut kein Zuckerschlecken und es ist nachvollziehbar, dass die Krankheit auch depressiv machen kann oder, dass es mal depressive Episoden gibt, aber hallo? Das Leben ist dadurch nicht wertloser oder gar für ’n Arsch. Wir alle können so viel selber entscheiden und umsetzen, aber gewisse Karten werden einfach verteilt. Ganz ehrlich. #hartaberizzo Dann sollte man die annehmen und weiter Partyfeiern und gucken, wie das mit dem „der Weg ist das Ziel“ weitergehen kann. Finde ich. Oder: Glitzer auf die Karte. Ganz einfach. Nicht jeder kriegt das hin. Dann können wir ja/sollten wir —> verstehen und helfen. So wie die Ladys in dem Bericht zum Beispiel  

Aber …
„…. Diagnose der Hoffnungslosigkeit.“?! Wow!
Erklärt doch lieber was über diese Diagnose (die alleine sagt echt wenig aus) und knallt nicht immer die abgefucktesten Sätze dahin, um ne Story zu machen. Scheiße. 😡
Ein Mensch mit MS ist wie jeder andere. ANDERS. Jeder ist nämlich anders. Und jeder entscheidet, wie er/sie unterwegs ist.
Der eine hat super wenig Gepäck, der andere mehr. Der einen wiegt schon das leichte Gepäck zu viel. #allesistrelativ
Einander helfen und interessiert sein ist so wichtig. Dazu wäre ein ordentlicher Bericht über den Ausgangspunkt gut. 😶

 

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Okay. Und jetzt schnell IngwerOrange, bitte!

 

 

 

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